Im Jahr 2017 sind folgende Veranstaltungen rund um den Eisenhammer Dorfchemnitz geplant:

  • Deutscher Mühlentag am Pfingstmontag

  • Hammerfest (Fest der Vereine) am 2. Wochenende im Juli

  • Tag des offenen Denkmals am 2. Sonntag im September, den 10.9.2017

  • Tag des traditionellen Handwerks am 3. Sonntag im Oktober, den 15.10.2017, 10 bis 16 Uhr

Die Veranstaltungsprogramme werden wir rechtzeitig an dieser Stelle ergänzen.
Einen Rückblick auf die vergangenen Ereignisse finden Sie in unserer Galerie.

 - ein Rundwanderweg, der aus der Überlegung entstand, die drei touristischen Ziele, Eisenhammer Dorfchemnitz, Landgasthof Wolfsgrund und Blockhausen zu einer interessanten, landschaftlich reizvollen Wanderung zum Thema "Magneteisenerz-Bergbau im Mittelalter" zu verbinden. Die Strecke umrundet das alte Abbaugebiet und führt teilweise über historische Transportwege, auf denen mit Pferdefuhrwerken Eisenerz  und Holzkohle zum Eisenhammer und dann die fertigen Schmiedeerzeugnisse transportiert wurden. Sie wandern also auf den historischen Pfaden unserer Vorfahren!  Bei einem Besuch des Museums Eisenhammer können Sie mehr zu diesem Thema erfahren.
Die entsprechenden Informationstafeln finden  Sie an den drei „Eckpunkten“ Parkplatz Blockhausen - Eisenhammer - Landgasthof Wolfsgrund. Passende Flyer und eine weitere Beschilderung sind in Vorbereitung.

Der Sauensäger ist schon mal "vorgewandert" und hat für Sie  Fotos und eine Skizze angefertigt.

Brief des Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

 

Die Kunde vom Eisenhammer war bis in die Residenzstadt Dresden gedrungen und am 25. Juli 1615 erkundigte sich Kurfürst Johann Georg von Sachsen beim Rat der Stadt Freiberg nach den Bedingungen, dieses Hammerwerk von den Erben des verstorbenen Besitzers für seinen Bruder, Herzog August von Sachsen, zu kaufen. Das diesbezügliche Schreiben hat folgenden Wortlaut:

 

Vonn Gottes gnaden – Johanns George
Herzogk zu Sachsen, Jülich, Kleve und Bergk
Churfürst

Bester Rath und Liebe getreuen, Welcher gestaldt Chilian Steckens
zu freybergk seligen hinderlasene Weihbse und Erben ihre
Eisenhammer Unter Dorff Kemnitz Zuverkeuffen in Demuth
Und Underthenigkeit angeboten, Solches habt ihr aus dem
nachlaß Zuersehen,
Darauff begeren wir Vor Uns Und den Hochgeborenen Fürsten
Unsern freundtlichen Lieben Brudern Und Geuattern Herrn
Augusten Herzogen Zu Sachsen, Julich, Cleue undt Berg etc.
Ihr wollet euch forderlichst Und so baldt es Zugeschehen muglich
erkundigen, Ob der Eisenstein dieses orthes tuchtig Und
guht, auch die menge Zuerlangen, sowoll woher man sich
des Kohls Und Holzes, Zubeforderung dieses hammerwergks,
auch wie theuer Und mit was Gelegenheit Zuerholen, und was
solches Und was sonsten hierinnen die nodturfft beneben euren
bedencken, Ob dieser Hammer Uns nuzlichen und wie hoch
derselbe an werth Zuerhaldten oder Zuverkeuffen sein möge oder
nicht, mit Zurücksendung des inschlußes inschrifften her-
wieder berichten,  Darann geschieht Unsere Meinung,
Datum Dresden, den 25. Julij. Anno 1615

Johanns George Churfürst,

 

 

Der Brief befindet sich im Sächsischen Staatsarchiv Dresden. Er wurde ins Neuhochdeutsche übertragen von Prof. Dr. Wolfgang Schramm, Verein Eisenhammer Dorfchemnitz. Dabei blieben Wortstellung, Grammatik und Orthographie unverändert, um den historischen Wert des Briefes nicht zu schmälern. Wertvolle Hinweise zur Entschlüsselung des Textes gaben Herr Professor Dr. Józef Wiktorowicz und Frau Professor Dr. Anna Just vom Germanistischen Institut der Universität Warschau/Polen.